2. Basistraining

Wichtiger Hinweis:

Der Dummy ist kein Spielzeugersatz! Es geht nicht darum, den Hund unkontrolliert einem fliegenden Dummy hinterherrennen zu lassen!

Der Grundaufbau des Dummytraining gleicht der Sitz- und Bleib-Übung, wie ich sie HIER beschrieben habe. Diese Übung sollte der Hund bereits kennen.

Der Hund wird ins Sitz geschickt:

Der Dummy wird versteckt:

Ich schicke den Hund zum Suchen:

Der Dummy wird apportiert:

Und der Hund darf den Dummy leerfressen oder das Futter runternehmen (Variante 2):

Am Anfang reicht es, wenn der Hund den Dummy irgendwie vor Euch ablegt. Später könnt Ihr darauf bestehen, dass der Dummy in Eure Hand gelegt wird. Aber das sind Feinheiten, die jeder für sich festlegen kann.

Wichtiger Hinweis:

Ich verlange von jedem Hund nur so viel Mitarbeit, wie der mir mit seinen Fähigkeiten und in der jeweiligen Situation geben kann.

Bei Bonni bin ich bis heute nicht so streng, dass sie den Dummy immer in meine Hand legen muss. Bei Felix dagegen bestehe ich auf korrekte Abgabe des Dummys in die Hand. Hier kommt es einfach auf die Hundepersönlichkeit an.

Bonni gibt mir den Dummy, aber im Eifer des Gefechts fällt der dann schon mal daneben. Aber gerade, wenn wir in schwierigen Situationen arbeiten, fremde Menschen in der Nähe sind, freue ich mich über ihre Mitarbeit. Würde ich jetzt zu streng sein, würde sie den Spaß verlieren. Manchmal ist sie so überfordert, dass sie gar nicht apportieren kann. Dann gehen wir einfach gemeinsam zum Dummy, ich hebe ihn auf und sie bekommt ihr Futter.

Felix dagegen ist ein Schlendrian, wirft einem den Dummy auch schon mal fordernd vor die Füße, in der Hoffnung, so schneller an sein Futter zu kommen. Da bestehe ich dann schon auf Einhaltung aller Regeln. Die Höchststrafe ist, wenn ich einfach aufstehe und weitergehe und ihn mit dem Dummy stehen lasse. Ein paar Meter weiter biete ich ihm dann wieder an, mir den Dummy zu geben und schon landet der wieder zuverlässig in meiner Hand.

Noch ein wichtiger Hinweis, der mir sehr am Herzen liegt:

Achtet auf Eure Körpersprache! Lange Zeit habe ich mit Felix darum gekämpft, wirklich darum gekämpft, dass er mir den Dummy in die Hand gibt. Er hat den Dummy 1-2 Meter vor mir fallen gelassen und ist dann keinen Schritt näher gekommen. Ich habe es unwissentlich für Ungehorsam gehalten und dann mit ihm geschimpft und er hat mir zögerlich den Dummy gebracht. Es hat leider sehr lange gedauert, bis ich verstanden habe, warum er das gemacht hat.

Dazu zeige ich Euch zwei Bilder und Ihr achtet mal auf meine Körperhaltung, die Körpersprache von Bonni und guckt mal, wo der Dummy ist:

Durch eine frontale, nach vorn gebeugte Körperhaltung kann man einen sensiblen Hund so einschüchtern, dass er den Dummy nicht abgeben kann. Deshalb hockt Euch seitlich hin und bietet Eure Hand an, um den Dummy abzugeben.

weiter mit dem Teamwork ...

Autor: Michaela Wielan (Bitte unsere AGB beachten)

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